Quad, Kamel oder Oldtimer: welche Safari zu dir passt
Alle sechs Safaris auf unserer Seite enden mit einem Abendessen in der Wüste. Wie du dorthin kommst, ist die eigentliche Entscheidung, und sie hat mit Temperament mehr zu tun als mit Geld.
Das Quad: selbst am Lenker
Bei der Quad-Safari für ~51 € fährst du selbst. Nach der Ankunft in der Lahbab-Wüste gibt es Tee, Kaffee und Datteln im klimatisierten Zelt, dann eine Sicherheitseinweisung, einen Helm und die Fahrt über die roten Dünen. Danach Sandboarding, ein kurzer Kamelritt und das komplette Programm im Al Khayma Camp. Mit 4,9 von 5 Sternen aus 10.407 Bewertungen ist sie gut belegt.
Die Regeln sind klar formuliert. Alle unterschreiben vorher einen Haftungsausschluss, allein fahren darfst du zwischen 16 und 55 Jahren, Kinder unter 16 fahren nur in Begleitung. Die Versicherung des Anbieters deckt das Quad nicht, du fährst auf eigene Gefahr. Leicht zu übersehen ist, dass diese Safari Dune Bashing im Geländewagen ausdrücklich ausschließt. Du tauschst den Beifahrersitz gegen den Lenker.
Bei der klassischen Safari und der Premium-Safari kannst du das Quad als Option dazubuchen, dann fährst du am Stopp zum Luftablassen eine kurze Runde. Bei der Übernachtung ist es ausgeschlossen.
Das Kamel: gemächlich in den Sonnenuntergang
Einen kurzen Kamelritt haben fast alle Safaris, meist einmal ums Camp, bei manchen darfst du ihn wiederholen. Der Kameltrek bei Sonnenuntergang für ~69 € macht daraus das Hauptprogramm: etwa vierzig Minuten in der Karawane über die Dünen, während die Sonne untergeht. Ein Dromedar pro Paar, du reitest also zu zweit.
Auch hier gibt es Grenzen. Kinder unter fünf dürfen beim Kameltrek nicht aufs Kamel, Kinder unter zwölf reiten nur mit einem Erwachsenen. Wer über 60 ist, Rückenprobleme oder eine Behinderung hat, dem raten die Anbieter vom Reiten ab, und drei Angebote nennen ein Höchstgewicht von 90 kg. Sandboarding fehlt beim Kameltrek ausdrücklich, und statt eines Guides ist nur ein englischsprachiger Fahrer angegeben.
Der Oldtimer: ruhig durchs Schutzgebiet
Die Heritage-Safari für ~165 € ist die einzige, die nicht von OceanAir Travels kommt und nicht ins Al Khayma Camp fährt. Du steigst unterwegs von einem klimatisierten Fahrzeug in einen offenen Land Rover aus den 1950er Jahren um, mit Platz für bis zu neun Personen, und fährst mit einem Naturschutz-Guide durch das Dubai Desert Conservation Reserve. Unterwegs siehst du Oryxantilopen und Gazellen, bei Sonnenuntergang gibt es eine Vorführung der Falknerei.
Kein Dune Bashing, kein Quad, dafür ein Vier-Gänge-Menü an niedrigen Tischen im Beduinenstil, Trommeln, Yola-Tanz und kurze Kamelritte beim Camp. Der Guide spricht laut Angebot Englisch, Arabisch und Französisch. Mit 878 Bewertungen hat sie die kleinste Datenbasis der sechs, mit 4,8 von 5 Sternen aber keine schlechtere Note.
Und der Geländewagen?
Wer sich nicht entscheiden will, nimmt die klassische Abendsafari ab ~26 €. Sie hat von allem etwas: Dune Bashing im Geländewagen, einen Kamelritt, den du wiederholen darfst, Sandboarding, Falkenfotos und optional das Quad. Deshalb ist sie unsere Wahl für alle, die zum ersten Mal in die Wüste fahren.
Selbst fahren statt mitgeschüttelt werden
Die Quad-Safari für ~51 €, 7 Stunden, Quad und Helm im Preis, danach Barbecue im Al Khayma Camp.
Kurz entschieden
- Du willst Adrenalin und selbst lenken: Quad-Safari.
- Du willst Adrenalin, aber gefahren werden: klassische Abendsafari oder Premium-Safari.
- Du willst den Sonnenuntergang in Ruhe: Kameltrek.
- Du willst Tiere, Geschichte und kein Geschaukel: Heritage-Safari.